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008 - Das Dorf der Teufel



Erscheinungsdatum:10.10.2025
Länge:ca. 90 Min.
Buch:
Regie:
Ton:
Buchvorlage:
Ø Bewertung:
8.00
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Inhalt
Die drei ??? staunen nicht schlecht, als sie auf der Suche nach einem vermissten Freund des Chauffeurs Morton in Redwood Falls ankommen. Als wäre die Zeit stehengeblieben ... die Bewohner des abgelegenen Dorfes lehnen jegliche Form des Fortschritts ab. Doch dies ist nicht die einzige Überraschung für Justus, Peter und Bob.
Bereits nach kurzer Zeit überschlagen sich die Ereignisse und das Dorf der Teufel zeigt sein wahres Gesicht ...

Rollen & Synchronsprecher

Erwähnte Charaktere ohne Sprechrolle

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Autor
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Andromeda ist männlich Andromeda
Karo Töröö


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Dabei seit: 07.08.2022
Beiträge: 868
Spiel-Beiträge: 2
Herkunft: Viersen

1. Experte: Die drei ???
2. Experte: TKKG
3. Experte: Fünf Freunde


Bewertung von Andromeda:

Wenn das Ende nicht wäre, eine fast perfekte Folge. Ich bin sehr positiv überrascht.

__________________
Zuständig für Recherchen und Archiv! Student
10.10.2025 09:01

Die3FragezeichenFan ist männlich Die3FragezeichenFan
Butler


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Spiel-Beiträge: 48
Herkunft: Rheinland-Pfalz

1. Experte: Die drei ???
2. Experte: Benjamin Blümchen
3. Experte: Bibi Blocksberg


Bewertung von Die3FragezeichenFan:

Ja, das Ende war damals das einzige, was mich etwas gestört hat. Ich hör bald nochmal rein. Dennoch klare 10 Punkte.
10.10.2025 11:02

MewMew ist männlich MewMew
Fischstäbchen mit Vanillesoße!!


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Herkunft: Rostock

1. Experte: Bibi Blocksberg
2. Experte: Die drei ???
3. Experte: Lady Bedfort


Bewertung von MewMew:

Eine großartige Folge! Hier merkt man wieder, wie es ist, wenn andere Leute die Skripte für das Hörspiel schreiben. Die Charaktere fühlen sich sofort "Back to the Roots" an, gerade auch der sportlich-ängstliche Peter. Dazu ist die Geschichte atmosphärisch sehr dicht, das Setting toll und im Grunde endlich mal wieder eine ??? Folge, die den Titel im Grunde wirklich verdient hat. Ich habe schon die Graphic Novel geliebt und wurde nicht enttäuscht.

Es gab natürlich auch Dinge, die mir nicht gefallen haben. Und das ist leider Morton mit Michael Bideller. Diese Geschichte war ja im Grunde, so meine ich, die erste Folge wo er wirklich über eine ziemlich lange Zeit in der Rolle zu hören war. Ihn von Andreas von der Meden zu vergleichen wäre gemein, aber das Spiel der Rolle passte für mich nicht. Morton war immer der bodenständige, aber durch traditionelle (leicht versnobbte) Fahrer der drei ???. Ihm habe ich dies zu keiner Sekunde abgenommen und dachte zwischendurch, dass Till Hagen durch das elegante in der Stimme wesentlich besser funktioniert hätte. Keine gute Wahl, auch wenn ihm als Sprecher generell kein Vorwurf zu machen ist. Das zieht die Folge in meinen Augen nicht herunter, nimmt ihr aber ein Stück weit die "Highlight-Note".

Dicker Spoiler
Auch das Till Hagen mal wieder den Bösewicht spricht, ödet einfach nur noch an.


Und ich frage mich, warum ausgerechnet die letzte Szene aus der Novel nicht vertont wurde. Ja, der Abschiedslacher sollte wohl kommen, doch irgendwie wäre die Folge damit noch ein kleines Stück runder geworden. Trotzdem bleibt diese Folge ein starkes Exemplar, die zeigt was möglich wäre, selbst bei einer längeren Laufzeit. Denn die knapp 90 Minuten sind wie im Flug vergangen. Kurzum es braucht frischen Wind an den Dialogbüchern. Für diese Folge landen 10/10 Teufel auf der Rangliste. Thumb Up 2
12.10.2025 12:37

Wernerbros ist männlich Wernerbros
Papa vom Urmel


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Dabei seit: 10.08.2010
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Herkunft: Spiesen Elversberg

1. Experte: Gruselkabinett
2. Experte: Die drei ???
3. Experte: Benjamin Blümchen


Bewertung von Wernerbros:

Hm, bei mir war die Folge eher minimal enttäuschend, aber auf einem sehr hohen Niveau. Die Planetariumsfolgen sind für mich immer am wenigsten kurzweilig und leiden für mich immer unter der längeren Spielzeit.

Das Teufelsdorf ist für mich sicherlich eine ganz starke Planetariumsfolge mit vielen Stärken aber auch Schwächen.

Richtig gelungen fand ich Morton, der sich wunderbar einpasst mit einer wundervollen Stimme, aber auch gleichzeitig gewohnt zurückhaltend.

Dann hast du dieses Dorf, wo ich richtig starke Resident Evil 4 Vibes hatte und es auch durchaus unheimliche Momente gibt.

Aber so richtig packend, das man mitgefiebert hat und die ??? sich wirklich in einer ausweglosen Situation befunden hätten, war es für mich nicht.

"Oh, wir gehen einfach nochmal und dann nochmal ins Dorf zurück und kucken mal, was die Fanatische Gemeinschaft so macht."

Da fand ich Folgen wie die 163 aber 1000 mal stärker und unheimlicher.

Note 2/3

__________________
"An diesem Nachmittag habe ich verstanden. Es kommt im Leben nicht darauf an Hornhaut zu kriegen. Sondern mutig und klug zu bleiben, wenn es einen erwischt.
Es braucht beides, Mut ohne Klugheit ist gefährlich und Klugheit ohne Mut nutzlos"

"Erst wenn die Mutigen klug und die Klugen mutig geworden sind, wird die Menschheit einen Fortschritt machen"
12.10.2025 13:38

Mangobanane ist männlich Mangobanane
Juniordetektiv


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Dabei seit: 15.02.2017
Beiträge: 8.459
Spiel-Beiträge: 101

1. Experte: Die drei ???
2. Experte: TKKG
3. Experte: Fünf Freunde


Bewertung von Mangobanane:

Ich hab es irgendwie befürchtet, dass ich aus der Reihe schlagen werde.

Ich bin nun wirklich der Letzte, der es bedauern würde, wenn jemand André Minninger auf seiner Skriptschreiber- und Vertonungsposition ersetzen würde. Nach "Feuermond" ging es sukzessive bergab. Aber fast immer, wenn ich eine Planetariumsfolge gehört habe, denke ich mir: Es könnte noch schlimmer sein. Auch nach diesem Werk hab ich mich bei dem Gedanken erwischt, dass es irgendwie doch gar nicht so schlimm ist, Minninger zu haben. Und dann muss schon echt viel verkehrt laufen.

Achtung, Spoiler!

Die Grundidee der Folge finde ich total reizvoll und vom Plot her hab ich mich wirklich ein Stück weit auf das Ding gefreut, auch wenn ich mir schwer vorstellen konnte, wie man einen Comic ansprechend als Hörspiel umsetzen kann (aber das wird bei Perry Rhodan auch so gemacht, oder? Bin da nicht so drin).

Nicht so heiß war ich auf ein Wiederhören mit Morton ohne Andreas von der Meden. Ich hatte Michael Prelle in der Rolle ja schon in "Die Yacht des Verrats" gehört und da kam ich nach anfänglichen Schwierigkeiten einigermaßen mit ihm zurecht.
Hier hat Prelle allerdings keine Nebenrolle, sondern einen Löwen-Sprechanteil - und nicht nur das: Er agiert größtenteils außerhalb seines Wohlfühlbereichs (Rolls Royce). Die Kombination Ungewohntes Terrain für Morton + neuer Sprecher sorgt für ein befremdliches Gefühl. Man will ständig "Das ist doch völlig out of charcter" schreien. Insbesondere, als Morton gegenüber Pete fast aggressiv wird. Andreas Fröhlich müsste das eigentlich ankreiden, denn schon Mortons kleinen emotionalen Ausbruch in "Rache des Tigers" (61) kritisierte er unlängst scharf im Bobcast. Hier geht man noch drei Schritte weiter. Da fand ich Marx‘ Umgang mit ihm in „Tödliche Spur“ fast noch respektvoller.
Besonders ärgerlich ist dann auch, dass man den aktiven Morton außerhalb seines Rolls Royce für die Geschichte eigentlich überhaupt nicht gebraucht hätte, da er zwar immer mitläuft, ohne ihn aber alles fast genauso passiert wäre, abgesehen von ein Mal Weglocken vom Auto, aber da hätte man auch einfach Peters MG oder Bobs Käfer zum 3000. Mal schrotten können. Es passt halt auch nicht wirklich zu DDF, dass sie ihn die ganze Zeit mitschleppen.

Der Plot selber passt natürlich hervorragend ins DDF-Universum und wirkt dennoch nicht abgekupfert. Das mit dem abgelegenen Dorf, das ohne Technik lebt, zieht den Hörer direkt rein in ein Setting, von dem man denkt "Reizvoll ist das ja irgendwie schon, aber so ganz ohne Handy, Internet, Fernseher und Co.?". Es ist auch schön, dass dieser Gedankengang durch Peter zum Ausdruck gebracht wird (auch wenn dieser Moment sehr früh in der Handlung kommt, bevor DDF so richtig im Dorf herumgeführt worden sind): Man empfindet Bewunderung für die Menschen und lässt sich einfach mal auf das Experiment ein, verspürt sogar kurzzeitig das Verlangen, einfach da zu bleiben, die emotionale Hürde erscheint aber dann doch sehr hoch.

Der Aufbau der Geschichte setzt falsche Prioritäten. Es dauert erstmal fast eine Viertelstunde, bis die Ausgangssituation erzählt ist und das ist einfach mal wieder viel zu lang. Mit dem Abholen vom Flughafen (als Prolog deklariert, warum? Warum nimmt man hier nicht eine spannende Sequenz aus dem Dorf?), dem Umweg über das verlorene Schmuckstück im Rolls Royce und dem Dankeschön an DDF bricht man sich einen ab, bis man endlich mal zum Punkt kommt.
Dann hängt man aber wiederum eine ganze Weile fast ausschließlich mit Till Hagen ab und bekommt nur eine sehr oberflächliche Zeichnung von Redwood Falls. Es wird im Grunde vom Setting nur das erzählt, was für die Geschichte relevant ist und das ist leider gar nicht so viel.

Was ich der Produktion wirklich zugute halten möchte, ist die Umsetzung der atmosphärischen Momente. Das Abseilen zum Wagen, die Teufels-Sitzungen unter der Leitung von Till Hagen, die Bedrängung durch die Dorfbewohner, das kommt akustisch stark rüber und ist vom Gefühl her auch besser als vieles, was Minninger in den letzten 20 Jahren fabriziert hat. Leider setzt man allerdings immer auf die gleiche soundtechnische Gestaltung und spätestens im Finale hat sich der Effekt dann irgendwie einfach abgenutzt. Man hofft auf Variation - und wird enttäuscht.
Zumal hier dann auch das Kernproblem der Serie deutlich wird, dass man versucht, Plots, die theoretisch FSK 16-like erzählt werden könnten, auf FSK 6 heruntergebrochen werden. Supi, die drei ??? sind eingekesselt und äh, jetzt? Wird jemand gemeuchelt, verletzt, auf den Scheiterhaufen geschleppt? Nee, natürlich nicht, stattdessen kommt die Polizei. Ist ja immer noch ne Kinderserie hier, auch wenn das vorher nicht den Anschein hatte. Wow. Oder man lässt das in Zukunft einfach sein mit den Todesbedrohungen und kreiert Spannung auf anderen Wegen: Durch unerklärliche Phänomene, Spukerscheinungen, unheimliche Geräusche, undurchsichtige Figuren, nächtliche Verfolgungen und sowas (verrücktes Konzept, ich weiß!)

"Das Dorf der Teufel" fühlte sich für mich wie eine Achterbahnfahrt an. Auf richtig gute Passagen folgten grausam schlechte. In Summe ist es eines der schlechtesten Dialogbücher der kompletten Serie geworden, weil es einfach zu viele unnatürliche Aussetzer hat, mal sind es nur einzelne Dialoge, mal ganze Szenen:

- Bob scheint als Einziger ein Handy zu haben und daddelt die ganze Zeit - inkl. Tastentöne - damit rum, was er damit erklärt, dass er ja der Detektiv für Recherchen und Archiv sei. Es fühlt sich so an, als wäre das eine Figurenzeichnung von ChatGPT, denn Bob sieht für sich ohne Handy offenbar keine Daseinsberechtigung mehr im Team. Dass man auch ohne Internet recherchieren kann, kommt ihm jedenfalls nicht in den Sinn. Justus und Peter finden das richtig blöd und würden das Handy am liebsten aus dem Fenster werfen. Würde die Geschichte Ende der 90er oder in den 2000ern spielen, okay, aber so kommt es einfach merkwürdig rüber. Zumal Bob für das Versenden eines Fotos eine E-Mail (!) verwendet. So alt ist die Graphic Novel ja nun auch wieder nicht...
- Dass Vanessa Jacobsen seit Tagen in Schwarz herumrennt, weil ihr Schwiegervater (!) gestorben ist, den sie seit x Jahren nicht mehr gesehen hat, wirkt arg konstruiert. Das hat man nur gemacht, damit sie den drei ??? von ihren Sorgen erzählt, wäre aber auch weniger plakativ gegangen
- Dieses Einspielen vermeintlicher Antworten von Bobs Mutter beim Telefonat mit ihr ist eher ein Stilmittel von Comedy-Inhalten. Hätte nicht gedacht, dass man so was mal in einer ernst gemeinten DDF-Produktion bringt
- DDF lassen sich direkt nach Redwood Falls fahren, anstatt den Einsatz erstmal in Ruhe zu Hause vorzubereiten, selber zu fahren, Morton da nicht mit reinzuziehen und sich bei einer Vermisstensuche auf Übernachtungen einzustellen. Das wirkt einfach total überhastet, hingebogen und spürbar nur so hingedreht, damit man Morton dabei hat.
- Weil die Dorfbewohner die moderne Technik ablehnen, sind sie natürlich kollektiv totale Trottel, die es nicht mal auf die Reihe bekommen, ein Foto zu schießen. Es reicht dann auch nicht, es so darzustellen, es muss durch Bob auch noch ausgesprochen werden
- Mehrfach wird total gekünstelt darauf bestanden, dass man sich jetzt erstmal in Ruhe sortiert, immer wieder werden Sätze wiederholt (sollte das lustig sein?) als müsste man auf Teufel komm raus die 90 Minuten füllen. Es wäre aber problemlos möglich gewesen, das Ganze auf einer CD unterzubringen, ohne etwas Relevantes wegzulassen
- Die Folge enthält eine der - und das ist keine Untertreibung - schlimmsten Fremdschamszenen der DDF-Geschichte, die so garantiert NIE von Minninger gekommen wäre: Der komplette "Zeig ihm das Foto"-Dialog auf Kapitel 17 und 18 (Spotify-Version) ist unglaublich unangenehm, gestelzt, in die Länge gezogen und einfach nur zum Haareraufen. Dass man so was auch wesentlich kürzer, witziger und echter schreiben kann, beweist ausgerechnet Minninger bei "Im Zeichen der Schlangen", als Sheila Masters den drei ??? Skinnys Foto zeigt. Hier macht man ein unglaubliches Gewese um einen Plottwist, der nun wirklich nicht überraschend kommt. Und natürlich ist Peter der Depp, dem man das Handy dann nicht mehr hinhält. Die drei ??? verhalten sich hier wie absolute Vollidioten, die sich mit ihrem Getue erst recht verdächtig machen. Bob hat seine Freunde in "Das Erbe des Meisterdiebes" (Museumsszene) schon wesentlich eleganter und schneller aus der Schusslinie geschoben.
- Das Gewese um den eventuell manipulierten Rolls Royce nervt massiv. Testet die Bremsen doch einfach?!
- Als die drei ??? die zweite Teufels-Sitzung belauschen, werden sie von einigen Dorfbewohnern bemerkt, können sich aber trotzdem ganz unbehelligt wieder zurückziehen, ohne dass sie ihren Guru darauf aufmerksam machen. Das wirkt soundtechnisch einfach mega unglücklich gemacht, zumal die Dorfbewohner gerade extrem aufgehetzt worden sind. Aber gejagt wird natürlich erst, wenn man sich umgezogen hat, man hat ja Prinzipien.
- Im Finale wird seitens Peter ernsthaft ausdiskutiert, wer in die Mühle klettert und er beruft sich darauf, dass er ja schon zum Autowrack geklettert ist. Joa, würd ich definitiv auch so machen, wenn eine Horde aufgestachelter unberechenbarer Leute auf mich zurennt. ("Ich kenn ja deine PIN nicht!"). Wenn ich der Sportlichste im Team bin, ist es ja wohl keine Frage, dass ich meine Pobacken zusammenkneife und einfach mache, weil ich die beste Chance habe, Hilfe zu organisieren. Aber nein, wir müssen erstmal aufwiegen, wer bisher wie viel geleistet hat und lassen dann die zweite Wahl gehen. So wichtig ist Peter sein Leben wohl doch nicht.
- Die Auflösung ist ja mal derart flach, einfallslos und unlogisch, dass es wehtut. Klar, zwei Bankräuber verstecken sich über ein Jahrzehnt in einem Dorf, weil man sie draußen sofort festnehmen würde. Was will uns der Autor damit sagen? Dass sich so ein Bankraub eh nicht lohnt, weil man entweder in den Knast kommt oder sich sein Leben lang in einem stromlosen Dorf verstecken muss? Mal abgesehen davon, dass sich ein ganzes Dorf - offenbar voller strunzdämlicher Hinterwädler - binnen weniger Tage soweit aufstacheln lässt, jemanden als Bürgermeister zu begrüßen und Hass und Hetze zu betreiben. Der Plot ist bereits nicht besonders gehaltvoll, fliegt aber dann noch zusätzlich an allen Ecken und Enden auseinander.
- Die Folge bietet außerhalb der beiden Bankräuber überhaupt keine starken Figuren, sondern reihenweise charakterlose Statisten, die den selbsternannten Bürgermeister hier und da begrüßen, anbeten oder den drei ??? hinterherrufen. Es wird ständig davon geredet, dass man die Dorfbewohner befragen will, man macht es aber nie. Somit ist fast augenblicklich klar, dass Till Hagens Rolle Dreck am Stecken hat.

Das Endresultat ist weder Fisch noch Fleisch. Drei, vier, vielleicht fünf extrem starke Szenen, die in der Tat deutlich über dem DDF-Durchschnitt liegen, lösen hier wohl den Hype aus und verdecken sämtliche Schwächen des Dialogbuchs und der Umsetzung. Sorry, für mich leider nicht. Die Regieleistung ist fast durchweg schauderhaft, das Skript wird massiv in die Länge gezogen. Das beklemmende Setting rettet zwar einiges, nutzt sich mit der Zeit aber auch ab. Es ist immer ein Pendeln zwischen „Rein ins Dorf“ und „Raus aus dem Dorf“. Ich kann mit dem Stil von Menger und Beckmann nichts anfangen. Schon der dreiäugige Totenkopf litt massiv unter dieser speziellen Machart und hier ist es nicht viel besser geworden. Selbst ein André Minninger hätte hier die Schere angesetzt.

Schade, aber ich hatte schon ein Stück weit damit gerechnet. Aus dem Planetarium fand ich bisher nur das versunkene Schiff klar überdurchschnittlich. Ich kann nur wiederholen, was ich schon beim dreiäugigen Totenkopf geschrieben habe: Wenn das hier eine reguläre Folge wäre und Menger und Beckmann dabei bleiben würden, würde man mich sehr schnell vergraulen. Eine dritte Graphic Novel-Vertonung brauche ich definitiv nicht. Dann lieber noch 20 Jahre Minninger.

5/10
14.10.2025 10:16
14.10.2025 10:41

batman ist männlich batman
Klein Töröö




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1. Experte: Bibi Blocksberg
2. Experte: Benjamin Blümchen
3. Experte: Die drei ???



Ich finde den Sprecher von Morton einfach zu alt, er klingt wie ein Sechsig Jähriger, ausserdem hätte das Ding auch auf eine CD gepasst
14.10.2025 19:32

Holger
Hörspiel-Café


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1. Experte: TKKG
2. Experte: Die drei ???
3. Experte: Lady Bedfort



Zitat von batman:
Ich finde den Sprecher von Morton einfach zu alt, er klingt wie ein Sechsig Jähriger

Nun, Michael Prelle ist 74 Jahre alt.

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Hörspiel-Café @ Discord
14.10.2025 23:55

HerrSchmeichler ist männlich HerrSchmeichler
Althexe


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1. Experte: Benjamin Blümchen
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Bewertung von HerrSchmeichler:

Kurz vorweg: Die Anfangsmusik fand ich direkt toll, hatte was von 70er/80er "Film Noir"-Musik mit dem Saxofon. Als dann kurz darauf das normale Intro ertönte, wurde mir mal wieder bewusst, wie nichtssagend diese Komposition ist. Da wünscht man sich fast eine neue Intro-Musik.

Zur Folge - Spoiler!
Die Geschichte hat mir im Grunde ganz gut gefallen. Verschwundener Ehemann, ein autarkes Dorf in den Bergen, ein Totgeglaubter, der doch noch lebt... Es wurde recht schnell spannend und interessant. Allerdings muss ich sagen, dass man von den Dorfbewohnern zu wenig mitbekommen hat. Wenn ich das mit "Stadt der Vampire" vergleiche, wo mehrere Charaktere und ihre Beziehungen untereinander klargezeichnet werden, bleibt die Dorfgesellschaft (bis auf den von Till Hagen gesprochenen Bürgermeister) sehr blass. Zudem frage ich mich ein bisschen, warum die Folge "Das Dorf der Teufel" heißt, wenn die Dorfbewohner nicht sich selbst, sondern alle anderen, die nicht zum Dorf gehören, als Teufel bezeichnen.
Der Mittelteil hat ein paar gute Szenen, krankt aber etwas am Hin und Her: Raus aus dem Dorf, dann wieder zurück, dann wieder raus und wieder zurück. Die Szene mit der Hetzrede und den verkleideten Dorfbewohnern war wirklich gruselig und atmosphärisch, aber dann kommt quasi die selbe Szene noch zweimal und nutzt sich dadurch leider ab. Bobs Fokus auf seinem Handy, während die anderen beiden keins haben, wirkte etwas deplaziert, wie auch vereinzelte Sätze, die mir ein bisschen charakteruntypisch schienen. Im Gegensatz zu einigen anderen Usern fand ich Morton nicht so "out-of-character", aber man muss auch bedenken, dass wir wahrscheinlich in keinem anderen Hörspiel so viel Zeit mit ihm verbringen und er sich zudem in einer ungewohnten Lage befindet. Dass er selbst dann noch höflichst um Erlaubnis gebeten hat, als die Dorfbewohner gefühlt mit Fackeln und Mistgabeln schon auf sie zugerannt kamen, fand ich dann aber doch etwas übertrieben.
Das Ende funktioniert, so lange man nicht lange darüber nachdenkt. Dass Bankräuber mit ihrer Beute erst einmal untertauchen, ergibt Sinn, auch wenn ich wohl überhört haben muss, woher sie von der Existenz des abgeschiedenen Ortes gewusst haben. Es wäre auch in Ordnung gewesen, wenn sie sich einige Zeit dort verstecken, aber Jahre? Blink Es hätte mir persönlich besser gefallen, wenn sie erst kürzlich ins Dorf gekommen wären und die Dorfbewohner mit Waffengewalt dazu gezwungen hätten, mitzuspielen, um die Fassade aufrecht zu erhalten und unentdeckt zu bleiben.
Ja, das Hörspiel hätte an einigen Stellen etwas gekürzt werden können, aber es wurde halt als Planetariumshörspiel konzipiert und da ist es verständlich, dass man für den Eintrittspreis auch mehr als 45 Minuten Beschallung anbieten will.

Die Sprechleistung fand ich insgesamt recht gut. Im Hintergrund hört man ab und zu auch die ein oder andere bekannte Stimme. Um so mehr bedauerlich, dass die Dorfbewohner so wenig zu Wort kamen. Den neuen Sprecher von Morton fand ich gar nicht schlecht. Natürlich ist es erstmal ungewohnt, gar keine Frage, und von der Stimmfarbe her hätte man wahrscheinlich auch jemanden finden können, der Andreas von der Meden (und dem Alter der Rolle) näher kommt. Ich finde aber, die betont vornehme Sprechweise hat der neue Sprecher gut getroffen.

Alles in allem war ich gut unterhalten, auch wenn sich das Setting irgendwann ein bisschen abgenutzt hat, weil man gefühlt auf der Stelle getreten ist. Es gab sehr stimmungsvolle Momente, aber auch ein paar Längen und leicht charakteruntypische Handlungen und Äußerungen. Das bleibt wohl nicht ganz aus, wenn das Skript nicht von den üblichen Autoren, sondern von Fans, die auch Autoren sind, kommt.

7 von 10 Punkten
15.10.2025 17:51

Mikosch373 ist divers Mikosch373
dey/denen


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Dabei seit: 26.07.2013
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Spiel-Beiträge: 1566

1. Experte: Wendy
2. Experte: Die drei !!!
3. Experte: Bibi & Tina


Bewertung von Mikosch373:

Achtung, Spoiler!

Die drei Fragezeichen - Das Dorf der Teufel (008)

Ich bin nach den anderen Planetarium-Folgen nicht so scharf auf diese hier, aber auslassen will ich sie auch nicht. Den Titel finde ich ganz ansprechend, wenn auch nicht besonders spezifisch. Leider ist der Klappentext auch nicht sehr spezifisch, ich würde ihn sogar eher als nichts sagend bezeichnen. Es gibt einen vermissten Freund und ein Dorf ohne Technik, aber viel mehr erfahren wir nicht. Das Cover ist irgendwie auch nicht mein Fall. Die einzelnen Elemente sind total schlecht platziert und das Blau und das Weiß harmonieren nicht.

Der Anfang ist zwar entschleunigt, macht aber neugierig. Außerdem ist es irgendwie gemütlich, dass sie mit Morton unterwegs sind. Den neuen Sprecher finde ich zwar einen Ticken zu alt, aber er klingt dennoch sehr nach Morton. Bobs Mum hört sich am Telefon eher an wie sein Vater, auch wenn man das nur ganz leise hört, das mit der Telefonlawine sitzt aber. Wie sie im Dorf ankommen, gefällt mir auch gut, das hat irgendwie was von „Stadt der Vampire“. Peters Aussage über die starrenden Dorfbewohnenden erzeugt dann auch leichten Grusel.

Das mit der falschen Todesnachricht ist auch ziemlich interessant. Dass es Peter in dem Dorf gefällt, bringt mich irgendwie zum Lächeln. Die Sache mit dem Foto ist auch ganz schön. Allgemein scheint man in dieser Folge sehr auf Gemütlichkeit zu setzen, auch wenn ich mir sicher bin, dass die mangelnde Medienkompetenz von Frederic gezeigt werden sollte. Dass heute die Nacht der Teufel ist und die drei Detektive ihr Zimmer nicht verlassen sollen, sorgt für etwas mehr Spannung.

Wie Justus, Peter und Bob die Versammlung der Dorbewohnenden belauschen, ist auch echt atmosphärisch. Till Hagen klingt schön wahnsinnig und seine Anhängerschaft ist auch sehr aktiv dabei. Im Planetarium muss das eine tolle Akustik gewesen sein. Dass mit den Teufeln die Detektive und Morton gemeint sind, ist natürlich umso gruseliger.
Peters „Das wundert mich nicht“ auf die Aussage der Pensionswirtin, dass sie nicht oft Gäste haben, ist auch witzig. Wie Peter und Bob sich gequält lächelnd unterhalten, mag ich auch.

Wie sie merken, dass jemand den Rolls Royce manipuliert hat, gefällt mir ebenfalls, vor allem, weil es sehr überraschend kommt. Justus wirkt in dieser Folge allgemein viel intelligenter als in den letzten regulären Folgen. Und Peter darf ungewöhnlich viel Gruselstimmung verursachen. Nur dass Bob so ein Handyfreak ist, will nicht so recht passen. Wie Peter sich zum Autowrack runterlässt, ist auch eine tolle Szene. Der Hall, die Panik in Peters und Bobs Stimmen und das bisschen Witz, das nicht fehlen darf. Toll!

Die Visitenkarten, die Peter im Autowrack gefunden hat, machen es natürlich noch mysteriöser. Denn Justus hat ganz recht, irgendwas stimmt da nicht. Warum er das alles Frederic erzählen will, verstehe ich aber nicht. Der Ausbruch von Frederic kommt trotz der Versammlung, auf der er sich wahnsinnig gezeigt hat, ziemlich überraschend - und er sitzt. Richtig tolle Leistung von Till Hagen. Wie Bob seine Mails checkt und dann ganz komisch wird, mag ich auch total. Das ist auch super gespielt von Andreas Fröhlich.

Dass Peter der Einzige ist, der nicht in das Geheimnis der Mail eingeweiht wird, ist ein dramaturgisch gelungener Kniff, aber es ist gut, dass er sich darüber beschwert und die Mail von Mrs. Jacobson dann vorlesen darf. Dass Frederic nicht wirklich Frederic ist, ist irgendwie naheliegend, kommt für mich zu diesem Zeitpunkt aber doch überraschend. Dass die Jungs und Morton weder einfach wegfahren noch Hilfe holen können, macht es natürlich noch spannender und erzeugt auch nochmal eine gemütlichere Stimmung. Und dann sind sie auch noch auf dem Friedhof…

Peters panischer Ausraster ist auch richtig super gespielt von Jens Wawrczeck, aber ich mag auch, wie Bob ihn beruhigt. Dass Peter auf einen Stephen King-Horrorfilm verweisen darf, finde ich auch schön. Er war ja schon immer der Filminteressierte unter den drei Fragezeichen. Wie sie Pete zur Rede stellen, gefällt mir nicht ganz so gut. Warum heißt der überhaupt Pete? Dass er dann rumschreit, die Teufel seien da, ist irgendwie keine Überraschung. Dass der Rolls Royce zerstört wurde, ist dafür ein echter Schock.

Dennoch lässt die Geschichte sehr nach. Wie die Jungs und Morton durch den Wald und zur Mühle laufen, ist nicht wirklich spannend und dass die Dorfbewohnenden mit Fackeln rumlaufen, ist einfach zu viel des Guten. Dass Peters Dietrichset noch im Rolls Royce liegt, ist natürlich ungünstig. Ich hätte es lieber gehört, dass Peter eine Alternative gefunden hätte und nicht Justus. Wenn er schon das Schloss nicht knacken darf. Wie er sich versucht, rauszureden, indem er sagt, er kennt Bobs PIN nicht, ist aber richtig witzig.

Dass wirklich Bob den Job übernimmt, hätte ich nicht gedacht. Das ist mal eine coole Wendung. Wie Peter, Justus und Morton abgeführt werden, finde ich nicht wirklich stark. Dafür mag ich es, wie Bob auftaucht und Licht ins Dunkel bringt. Dass es sich bei Pete und dem falschen Frederic um zwei Bankräuber handelt, finde ich dafür wieder schwach. Das erinnert auch wieder an „Stadt der Vampire“, nur auf nicht so schöne Weise. Es ergibt für mich auch nicht wirklich Sinn, dass da das ganze Dorf mitmacht.

Woher Daniel jetzt plötzlich kommt, habe ich auch nicht ganz verstanden. Insgesamt ist die Folge über weite Strecken sehr gut. Die Atmosphäre ist gemütlich aber auch leicht gruselig, man kann der Geschichte schön folgen und schweift nicht ab - und das Team Justus, Peter, Bob und Morton funktioniert einfach. Allerdings wird zu wenig ermittelt und es gibt folglich auch zu wenige Twists. Auch die Dorfbewohnenden könnten mehr Profi haben. Es gibt eigentlich nur Frederic und Pete. Dennoch eine der besseren Folgen der Neuzeit.

Fazit: 9 von 10 Punkten

__________________
Ich möchte bitte in Zukunft mit den Pronomen dey/denen angesprochen werden:


Beispielsätze:

Dey hat das Telefon abgehoben.
Ist das deren Hund?
Ich bin denen erst kürzlich begegnet.
Ich verstehe dey so gut.
20.10.2025 20:43

Die3FragezeichenFan ist männlich Die3FragezeichenFan
Butler


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Dabei seit: 26.10.2021
Beiträge: 4.871
Spiel-Beiträge: 48
Herkunft: Rheinland-Pfalz

1. Experte: Die drei ???
2. Experte: Benjamin Blümchen
3. Experte: Bibi Blocksberg


Bewertung von Die3FragezeichenFan:

Ha. Ha. So nämlich. Thumbs Up
20.10.2025 21:04

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