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001 - Master of Chess
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Wernerbros
Papa vom Urmel
  
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Herkunft: Spiesen Elversberg
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Ich habe gerade mit Entsetzen festgestellt, dass zu dieser großartigen Sonderfolge noch niemand etwas geschrieben hat.
Dem wollte ich nun mal gegensteuern.
Vielleicht mal kurz etwas zum Inhalt:
Aufgrund einer Autopanne sind die drei Detektive gezwungen in einem düsteren abgelegenen Schloss Unterschlupf zu suchen.
Dort treffen Sie auf einen unheimlichen Grafen, welcher einen buckligen Butler und eine weitere Bedienstete beschäftigt.
Justus, Peter und Bob erfahren nach kurzer Zeit, dass der Graf seit Wochen eine Schachpartie gegen den Geist seines verstorbenen Bruders am Laufen hat und gehen den Geheimnissen hinter den Schlossmauern auf den Grund.
Grundsätzlich habe ich mich immer ein wenig an "Tanz der Vampire" erinnert gefühlt, vielleicht wegen dem Schloss, dem Grafen und dem Buckligen aber sonst handelt es sich hier um ein klassisches ??? Live Hörspiel, von dem ich sagen muss, von der Story her, zum Anhören ist es das Beste !
(Wenn ich die anderen Live Pendants Super Papagei, Schreiender Wecker oder Phonophobia zu Grunde lege.)
Hier wird erstens die Stimmung ganz toll rübergebracht, die Dialoge sind toll und die Sprecher machen einen Super Job.
Es gibt trotz der eher unheimlichen und spannenden Stimmung ganz viele Lacher (natürlich auch Versprecher) und das Hörspiel ist trotz der Laufzeit von knapp 2 Stunden (glaube ich) recht kurzweilig.
Ich habe auch öfter mal gelesen, dass man das Hörspiel nicht mag, weil das Publikum so störend ist beim Hören.
Ich empfinde das überhaupt nicht so, da ich eher das Gefühl habe, einem Theaterstück beizuwohnen und dazu gehört nun mal ein Publikum.
Ich vergebe eine Glatte 1
__________________ "An diesem Nachmittag habe ich verstanden. Es kommt im Leben nicht darauf an Hornhaut zu kriegen. Sondern mutig und klug zu bleiben, wenn es einen erwischt.
Es braucht beides, Mut ohne Klugheit ist gefährlich und Klugheit ohne Mut nutzlos"
"Erst wenn die Mutigen klug und die Klugen mutig geworden sind, wird die Menschheit einen Fortschritt machen"
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07.09.2016 13:05
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Mikosch373
dey/denen
   
Dabei seit: 26.07.2013
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Achtung, Spoiler!
Die drei Fragezeichen - Master of Chess (001)
Ich bin mir nicht ganz sicher, was mich hier erwartet. Ich habe bisher noch nie ein Live-Hörspiel gehört und war natürlich auch auf keiner Live-Veranstaltung. Dass dieses Hörspiel im Stream verfügbar ist, wusste ich auch nicht. Sonst hätte ich es damals in meinen Marathon mit eingebunden. Der Titel ist ungewohnt, weil er englisch ist, aber der Klappentext gefällt mir ganz gut. Ich bin mir nur noch nicht sicher, wie ich es finden soll, dass sechs Charaktere anscheinend von zwei Personen gesprochen werden.
Der Anfang ist trotz Liveshow ziemlich atmosphärisch und auch witzig, bis auf das Fatshaming gegenüber Justus. Das wird hier auf die Spitze getrieben. Der Mann, der an das Autofenster klopft, ist auch ein wenig überzeichnet. Dafür mag ich die Stelle, wo Bob Peter eine Gruselgeschichte erzählt und Peter sich lautstark beschwert. Helmut Krauss als Erzähler finde ich auch nicht schlecht. Er ist zwar nicht Thomas Fritsch, aber um Längen besser als Pasetti und Milberg.
Etwas schwierig einzuordnen finde ich, warum das Publikum ständig klatscht. Hat man da auf der Bühne Dinge gesehen, die besonders lustig waren, die man aber nicht in der Tonspur mitbekommt? Man hört auf jeden Fall, dass die drei Hauptsprecher total Spaß haben und das ist ein sehr schönes Gefühl. Peters „Oh mein Gott, ein Mann!“ ist so entsetzt, dass ich wirklich laut lachen musste. Die Frau mit dem Akzent finde ich dafür total daneben. Von wann ist „Master of Chess“ nochmal?
Wie Peter und Bob sich aufregen, weil der Strom auch am nächsten Morgen noch weg ist und Justus das „alles in Ordnung“ findet, ist extrem geil. Das anschließende Gespräch mit dem Grafen finde ich dagegen schwach. Gallagher ist einfach zu überzeichnet. Was ja irgendwie auf alle Charaktere zuzutreffen scheint - nur eben nicht auf die drei Jungs. Das mit den Löffeln ist auch eher Slapstick-Comedy, aber irgendwie auch charmant. Das mit der Katze hat mich dafür aber nicht gekriegt.
Der Gag mit dem „Ich versteh nur Bahnhof!“ ist ein bisschen gewollt und unterstreicht zudem die angebliche Dummheit von Peter. Das hätte ich lieber schön trocken von ihm gehört, das hätte zu seinem Humor gepasst. Justus‘ Reaktion darauf mag ich jedoch. Der Kommentar mit den Haaren sitzt auch, das muss bei der Liveshow unglaublich witzig gewesen sein, wo Oliver Rohrbeck doch ne Glatze hat. Mit der Mutter von Gallagher taucht dann der nächste überzeichnete Charakter auf. Nicht mein Fall.
Wie Justus, Peter und Bob das Zimmer des Grafen stürmen, ist einerseits richtig gut, weil ordentlich Pfeffer in der Szene ist. Auf der anderen Seite werden dadurch nun auch die drei Jungs zu überzeichneten Figuren. Der Satz „Mögen Sie es, wenn Ihre Mutter singt?“ ist so random eingebaut, dass er für mich zum Highlight der Szene wird. Die Auflösung des Rätsels ist ein bisschen einfach, aber ich mag, dass Peter einen kleinen Erfolg verbuchen kann und dass Schach dadurch endlich aktiv in die Geschichte eingebunden wird.
Das mit dem Erdbeben ist mir dann wieder etwas zu drüber. Wie die drei Jungs der Gräfin das Erdbeben zu erklären versuchen, hätte ich auch nicht gebraucht. Danach wird sich erstmal ewig lange über einen Mann lustig gemacht, der sich offensichtlich nicht artikulieren kann. WTF? Danach geht es wieder mit Fatshaming gegenüber Justus weiter. Das ist echt viel zu viel in dieser Folge. Wie Bob die bewusstlose Frau erst schlägt und dann sagt, er könne sie ja schlecht wachküssen, ist dafür witzig.
Das Finale ist genau wie die Charaktere: überzeichnet. Das holt mich gar nicht ab. Vor allem Anas Monolog nicht, was auch an dem extrem lächerlich dargestellten Akzent liegt. Das mit dem Zündkerzenkabel ist aber ein gelungener Gag. Die Outtakes am Ende sind ein schönes zusätzliches Gimmick. Insgesamt muss ich sagen, es hat richtig Spaß gemacht, dieses Livehörspiel zu hören, aber es gab auch ein paar Sachen, die mir gar nicht gefallen haben. Ich schwanke zwischen sieben und acht Punkten. Und gebe E8.
Fazit: 8 von 10 Punkten
__________________ Ich möchte bitte in Zukunft mit den Pronomen dey/denen angesprochen werden:
Beispielsätze:
Dey hat das Telefon abgehoben.
Ist das deren Hund?
Ich bin denen erst kürzlich begegnet.
Ich verstehe dey so gut.
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27.10.2025 20:28
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