Achtung, Spoiler!
Die drei Ausrufezeichen - Zauberhafte Eiswelt (011)
Ich liebe den Titel, weil er sofort neugierig macht, einfach toll klingt und Bilder von glitzernden Eiskristallen in meinem Kopf entstehen lässt. Auf dem Cover finde ich die Eisskulpturen schön gezeichnet, man hat wirklich das Gefühl, sie seien aus Eis. Kim, Franzi und Marie stehen aber ein bisschen lahm daneben und das viele Lila sagt mir auch nicht so zu. Der Klappentext klingt okay, aber auch irgendwie wie tausendmal dagewesen. Ich hoffe, dass der Kalender besser wird.
Gleich zu Anfang darf Franzi mal wieder was erklären, um schön die gemütliche Weihnachtsstimmung zu zerstören, die sich zu bilden begonnen hat. Wie die Mädels den Artikel über die Eiswelt finden, gefällt mir aber ganz gut. Die Ereignisse vor dem Kurs finde ich ein bisschen unglücklich erzählt. Da wurden einfach nur fünf Millionen Vorstellungen aneinandergereiht. Beim Kurs darf Franzi dann munter weiter Sachen erklären. Die weiß ja echt alles in letzter Zeit…
Dass Kims Meißel mitten im Kurs einfach verschwindet, erscheint mir leider auch eher unglaubwürdig. Warum Pia Kim als Hilfe bei einer Skulptur haben will, verstehe ich auch nicht. Das ist nicht nur „gewagt“, sondern selten dämlich. Der Sturz ist irgendwie nicht besonders spannend und Sophia spielt entweder so schlecht, dass nicht rüberkommt, dass sie es ernst meint - oder sie steckt dahinter. Der Meißel in der Tasche ist auch eine total blöde Szene.
Aufs Eis zu gehen kurz nachdem jemand gestürzt ist, finde ich auch komisch von den drei Mädels. Warum Marie die Rolle von Nellie kriegen soll, erschließt sich mir auch überhaupt nicht. Das ergibt gar keinen Sinn. Das ist mir auch zu nah an „Eisprinzessin in Not“. Das „Ich war so traurig“-Gelaber ist auch einfach nur langweilig. Der Verdacht wird sehr direkt auf Philip gelenkt, so direkt, dass es eigentlich nicht sein kann, dass er es ist. Stattdessen finden sie dann die Krone bei ihm.
Was es mit dem gefundenen Stein auf sich hat, ist leider auch ziemlich vorhersehbar, nachdem die Diamanten ganz zu Anfang so direkt erwähnt wurden. Dass Maries Schlittschuhe ebenfalls sabotiert werden, überrascht ebenfalls wenig. Etwas später erklärt Franzi Kim und Marie dann sogar die Thermoskanne. Für wie dumm hält sie ihre Freundinnen eigentlich? Die Szene mit Finn ist auch total unnötig und bescheuert. Das trifft auch auf das Gespräch mit Peters und Aslan zu.
Als die Juwelierin den Stein als Glasstein identifiziert und sich auch noch herausstellt, dass Markus für sie arbeitet, fügen sich die letzten Puzzleteile zusammen. Das mit den Handyakkus ist auch unfassbar dämlich. Dafür finde ich es cool, dass Marie den Juwelierbesuch mit ihrem Vater nutzt, um den angeblichen Glasstein nochmal untersuchen zu lassen. Und natürlich ist es doch ein Diamant. Das mit den Diamanten in den Eiskulpturen war mir schon ab Türchen 14 klar, aber es ist ganz cool.
Wie die Mädels alles bei der Aufführung enthüllen wollen, gefällt mir auch. Das sorgt dann auch zum ersten Mal für Spannung. Eigentlich traurig, dass das bei Türchen 22 passiert. Dass Helmut, Brigitte, Finn, Ben und Lukas sich die Aufführung ansehen, finde ich auch ganz schön. Die große Enthüllung ist dann aber doch ein wenig unspektakulär. Insgesamt ein sehr, sehr schwacher Adventskalender, überhaupt nicht spannend und in weiten Teilen sehr vorhersehbar - und deshalb leider auch viel zu lang.
Fazit: 3 von 10 Punkten
__________________ Ich möchte bitte in Zukunft mit den Pronomen dey/denen angesprochen werden:
Beispielsätze:
Dey hat das Telefon abgehoben.
Ist das deren Hund?
Ich bin denen erst kürzlich begegnet.
Ich verstehe dey so gut.
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