Bibi Blocksberg 041 – Ohne Mami geht es nicht
Alte Bewertung: 6 Punkte
„Also Pichler, sagen Sie mal, was ist eigentlich mit dieser kleinen Blocksberg los? Ich hab‘ seit Wochen nichts mehr von ihr gehört!“
„Keine Ahnung. Man munkelt, dass sie plötzlich sehr vernünftig geworden sei.“
„Ausgezeichnet, ausgezeichnet, sie wird wohl langsam erwachsen. Ja, erwachsen und klug!“
„Ja, so wie Sie, Herr Bürgermeister!“
„Pichler? Was meinen Sie damit?“
„Ähh, ich meine… ich hab‘ doch nur…“
Eine Folge, die ich schon lange nicht mehr gehört habe, aber wenn ich mich richtig erinnere, hat sie zwei verschiedene Gesichter, die erste Hälfte mochte ich und die zweite dann nicht mehr so, weswegen es am Ende nur fürs Mittelfeld reichte. Schaun mer mal. Den Titel finde ich auf jeden Fall sehr interessant, er gehört definitiv zu den experimentellsten der Serie.
Dass man zum Einstieg beim Bürgermeister ist, ist auf jeden Fall schon mal ungewöhnlich. Beachtlich, dass er seine Reden jetzt selber in die Tasten haut. Pichler sorgt gleich für den ersten Lacher: „Moment, ich muss nachsehen, ob der sehr geehrte Herr Bürgermeister nicht in einer wichtigen Sitzung ist“
Mittlerweile gibt es also tatsächlich Sperrzeiten für die Besen von Bibi und Barbara, das hat aber gedauert. Karla stichelt schon wieder gegen Bibi (krass, dass mir das früher nie aufgefallen ist, wie häufig das passiert ist) und findet, dass sie schon wieder zu weit gegangen ist.
„Böse? Ich bin nicht böse! Ich bin STINKSAUER!“ – Uhh, das ist neu. Normalerweise beendet Barbara ihre Standpauken doch immer mit einem aufmunternden Satz. Aber das Gespräch mit Karla klang auch ein wenig, als wolle man Bibi zukünftig stark pubertär zeigen.
Bernhard ist auf jeden Fall der Knaller, wie er „Das tut mir leid für dich. Aber du wirst schon wissen, warum“ sagt. So was finde ich auch immer viel schlimmer als eine Standpauke.
Aber – als hätte ich’s nicht geahnt – danach klappt Barbara dann doch ein.
Barbara hat 20-jähriges Hexenabitur? Bibi müsste ihres dann ja auch schon haben, wenn man das mit 12 schon kriegt. Mir scheint, da hat sich jemand mit den Altersangaben verheddert. Oder Barbara war die totale Streberin
Dass Bibi so ein Gewese um den Muttertag macht, finde ich ja minimal übertrieben, aber okay, anderen bedeuten solche Tage wohl einfach noch mehr als mir.
Nun ist Bibi also „mit Papi allein zu Haus“ – so wie exakt 100 Folgen später wieder.
Bernhard nimmt die Bohrmaschine, um die Tomatensoßendose aufzumachen

In der 26 hat er es ja auch noch geschafft, unfallfrei eine Suppe zu machen…
Schön, dass Karla merkt, dass sie die Reden des Bürgermeisters in der Zeitung nicht als langweilig bezeichnen kann

Wieso hatte der eigentlich noch nie einen Gegenkandidaten? So schwer hätte der es wohl nicht…
Nachdem Karla sich einmal prächtig über das Chaos bei Blocksbergs zu Hause amüsieren durfte (wie zur Hölle haben die nach einem Essen eigentlich schon Berge von schmutzigem Geschirr produziert?), kommt sie, die legendäre „I have been at home“-Szene, an deren Ende man Bohnen zu Hause hat. Logisch
Angesichts der bisherigen Katastrophen bricht nun auch Bernhard zusammen und unterbricht das Hexverbot. Bibi nutzt das direkt mal aus und feuert einen Sechsfach-Hexspruch raus – das macht die Essenz der 53 ja nicht gerade glaubwürdiger…
Warum ist Bernhard denn unbedingt so scharf darauf, zum Hexentreffen zu kommen? Und wieso findet Bernhard, dass die Strecke für Barbara zu lang ist, für Bibi aber okay? Zuletzt durfte Bibi nicht mal nach München fliegen, jetzt aber nach Rom. Fragen über Fragen…
Tja, das ist dann der Moment, wo mich die Folge völlig verliert. Ich bin einfach so gar kein Fan von diesem Dauergekreische bei den Hexentreffen, fühle mich direkt wieder an die 18 erinnert.
In der USA gibt es natürlich nur noch Kämpferinnen für Frieden und Freiheit, ist klar. Dass Bibi und Bernhard von den high wirkenden Hexen zur Hausarbeit gezwungen werden, ist ja wirklich ne super Idee… Spätestens hier will ich einfach nur noch, dass es vorbei ist. Und weil Bernhard Hausarbeit gemacht hat, hat er Farbe in das Treffen gebracht? Davon hat man halt nichts mitbekommen, aber ok…
Am Ende soll die Folge irgendwie aussagen, dass alle Familienmitglieder ihre Daseinsberechtigung haben und die Familie nur zusammen funktioniert – oder so. Das ist ja ganz nett, aber so richtig gut ist es nicht rübergekommen. Die Folge hat ihre guten Momente, wird aber hinten raus sehr anstrengend. Man hätte lieber den Teil mit Bernhard und Bibi etwas ausschmücken sollen. So kann ich die erste Bewertung immerhin bestätigen, aber mehr auch nicht. Es gibt deutlich bessere Folgen. Aber es reicht, um Benjamin den Punkt wegzuschnappen, immerhin.
6/10
Benjamin 23:18 Bibi