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069 - Späte Rache
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Mikosch373
dey/denen
   
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Die drei Fragezeichen - Späte Rache (069)
Das Cover geht so, aber den Titel finde ich klangvoll und der Klappentext klingt auch super. Vielleicht empfinde ich das aber auch nur so, weil ich diese Folge liebe und früher rauf und runter gehört habe. Schließlich geht es um Peter, Kelly kommt vor und Mr. und Mrs. Shaw sind auch zu hören.
Schon den Anfang liebe ich, weil man Peter und Kelly bei einer privaten Unternehmung hört! Dann geht es spannend weiter mit Peter, der von einem Mann mit unheimlicher Stimme bedroht und zum Schreien gebracht wird. Als Peter-Fan ist das für mich natürlich sehr, sehr beunruhigend.
Aber nicht nur an der Peter-Front ist was los. Tante Mathilda stürzt nämlich von der Leiter und muss mit Sirenengeheul ins Krankenhaus gebracht werden. Noch eine Spannungsspitze gleich zu Beginn. Die nächste Spannungsspitze ist die, dass Peter nach der Disco nicht nach Hause gekommen ist, verknüpft mit einem fiesen Scherz von Justus.
Wie sich Justus und Kelly auf Spurensuche begeben liebe ich auch jedes Mal! Beide stellen sich sehr intelligent an und harmonieren auch ganz gut. Das ist wohl mit einer der Gründe, warum ich Kelly so gerne mag. Trotzdem bin ich froh, dass Bob am nächsten Tag wieder zurück ist.
Das Gespräch von Justus, Bob und den Shaws finde ich sehr wichtig für die Folge. So wird Peters Familie aktiv in die Story eingebunden, weil bei einem Entführungsfall wie diesem definitiv eine gute Entscheidung ist. Außerdem wird durch die Sorge von Mr. und Mrs. Shaw die eigene Sorge um Peter hochgetrieben.
Als Justus Tante Mathilda im Krankenhaus besucht, fällt eines der Die drei Fragezeichen-Zitate, die sich auf ewig in mein Hirn eingebrannt haben: „Och, er wird am Meer sein und so lange trainieren, bis er gegen dich gewinnt.“ Fragt mich nicht, warum, aber dieses Zitat werde ich nie vergessen!
Unvergessen bleiben auch das geniale Telefonat von Justus und Tante Mathilda und der Wortwechsel von Justus und Onkel Titus. Die Botschaft der Entführer bringt nochmal mehr Spannung in die Geschichte. Auch die schrullige Bettnachbarin von Tante Mathilda passt irgendwie perfekt in das Hörspiel. Ihr Geplapper fand ich immer gruselig.
Genauso gut passt auch die Polizeipsychologin in das Hörspiel. Sie bringt eine ganz andere Sichtweise auf die Situation in die Story mit ein, und sie bringt Justus und Bob bei ihren Ermittlungen ja auch voran. Genauso voran bringt aber auch Kelly die Ermittlungen, denn sie arbeitet auch mit Bob hervorragend zusammen.
Wie alles an der Folge ist auch das Finale sehr gut gelungen! Und der perfekte Abschluss ist natürlich, dass sich Peter nach überstandener Entführung am Telefon meldet! Ich habe wirklich keinen einzigen Kritikpunkt an der Folge! Sie ist und bleibt für mich ein echtes Highlight der drei Fragezeichen!
Fazit: 10 von 10 Punkten
__________________ Ich möchte bitte in Zukunft mit den Pronomen dey/denen angesprochen werden:
Beispielsätze:
Dey hat das Telefon abgehoben.
Ist das deren Hund?
Ich bin denen erst kürzlich begegnet.
Ich verstehe dey so gut.
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06.11.2022 16:20
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MihaiEftimin
Ikonenjäger mit Waffenschein
   
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Ich muss sagen, ich war früher ähnlich enttäuscht, dass man keinen Fall aus einer vergangenen Folge genommen hat (zumal ich zum Zeitpunkt des Hörens noch nicht alle Vorgängerfolgen kannte, also lange nach dem "Matt-Brady-Fall" suchen musste, nur um ihn nicht zu finden ...). Mittlerweile sehe ich das aber anders - zum einen verstehe ich den damals vertretenen Standpunkt, dass DDF eben nicht im klassischen Sinne eine Serie mit fortlaufender Handlung sein sollte, sondern eben eine Reihe, sprich, eine Art "Fall der Woche" (siehe auch z.B. Derrick, wo in fast 300 Folgen KEIN EINZIGER Bösewicht mehr als einmal vorkam). Zum anderen dürfen wir auch nicht vergessen, dass in den Classics Alfred Hitchcock der (fiktive) Herausgeber der Geschichten war, und dessen Prämisse war immer, dass der Fall spektakulär genug sein muss, um als Buch zu erscheinen; in meinem Kopfkanon war der Brady-Fall das für ihn halt einfach nicht. Seither schätze ich die Folge sehr, besonders natürlich Kellys Auftritt als "Ersatzfragezeichen".
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06.11.2022 17:22
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fabsel_phaenomenal
Abrakadabra!
  
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Beim chronologischen Durchhören der Reihe bemerkt, dass ich diese tatsächlich noch nicht kannte! Keine Ahnung, wie das passieren konnte. Und dann auch noch ausgerechnet eine "etwas andere Folge"! Da hab ich aber was verpasst.
Mir gefiel der Einstieg ziemlich gut. Bei der Szene, in der der Entführer Peter im Auto überrumpelt, musste ich direkt an die neue Folge 222 denken, als Peter erklärt, er hätte sich beim Verstecken im Auto still verhalten, um den Fahrer nicht zu überrumpeln!
Kurz klingt es, als würde er abgestochen werden, aber ich denke mal, das ist gerechtfertigt, wenn man entführt wird.
Schade, dass Peter (logischerweise) so wenig Sprechzeit hat. Aber dafür fand ich Kelly mal nicht ganz so störend wie sonst. Von Bob und Just hätte ich mir etwas mehr Panik erhofft, aber ihre innere Stimme wusste ja, alles wird gut 
Na dann.
Zum Ende hin hätte ich gern noch gehört, was denn genau bei Peter los war.
J: "Kelly! VERDAMMT!"
K: "Das ist ja eine nette Begrüßung..."
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07.06.2023 17:49
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HildaW
Junghexe
Dabei seit: 04.04.2024
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Anfangs ist der Erzähler vor der Geräuschkulisse kaum zu verstehen.
Peter und Kelly allein unterwegs. Jedenfalls noch, Verabschiedung und dann hat Peter einen Fremden im Auto. Als Zuhörer weiß man also schon mal sicher, dass etwas passiert ist.
Tante Mathilda landet im Krankenhaus und hat eine seltsame Zimmernachbarin, die eine Glaskugel dabei hat.
Justus sorgt sich so sehr um Peter, dass er zunächst die Polizei verständigt und dann erst eigene Ermittlungen aufnimmt. Bob ist gerade nicht verfügbar, aber Kelly macht sich gut als Aushilfs-Fragezeichen.
Ein Schreiben von den Gaunern, ein Treffen mit einer Polizeipsychologin, deren entscheidender Hinweis ist: Der Täter steht nicht auf der Liste.
Bob hat eine Idee, Kelly betätigt sich erneut als Aushilfs-Fragezeichen. Ein Verdächtiger ist gefunden, und macht sich über die drei ??? lustig: „Was ist das für ein Kinder-Ei?“ 
Sollte das so oder konnte da jemand „Kinderei“ nicht lesen? Showdown mit Polizeieinsatz.
Endlich mal wieder eine gute Folge. Blöd fand ich allerdings, dass ein neuer Fall erfunden wurde, statt einen aus der Serie zu nehmen. Auch schwierig: Die Rolle des John. Der klingt so ungeschickt, das macht den Showdown kaputt.
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07.05.2025 17:36
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HerrSchmeichler
Oberhexe
   
Dabei seit: 11.01.2022
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Achtung, Spoiler!
Die Idee hinter der Folge ist toll: Ein Verbrecher will sich an den Drei Fragezeichen rächen und entführt Peter. Leider ist die Umsetzung (zumindest im Hörspiel) nicht ganz so geglückt.
Das fängt schon damit an, dass die ganze Zeit gerätselt wird, welcher Gegenspieler aus einem früheren Fall sich wohl an den Jungen rächen will. Als Hörer rätselt man da natürlich mit und wird dann herb enttäuscht, dass ein Fall aus dem Hut gezaubert wird, den es unter den bisherigen Folgen nicht gab. Darum steht das eigentlich grundlegende Motiv der Rache aus Hörersicht auf ziemlich wackeligen Beinen. Zumal bis zum Ende nicht zu 100% klar wird, worum es ganz genau bei dem früheren Fall ging.
Selbst im Gespräch mit Cotta und der Polizeipsychologin wird die Chance verpasst, wenigstens hier frühere Fälle zu referenzieren.
Dann gibt es einige Szenen, in denen die Dialoge merkwürdig geschrieben sind: Justus' Ausraster, das Gespräch mit Tante Mathilda und Erna Fiedler im Krankenhaus ("Sie besteht darauf, dass ich Erna zu ihr sage. Sie ist ewas sonderbar."), wenn Erna in der Glaskugel liest ("Ich sehe Orangen, ich sehe Berggipfel und Wälder, Wälder unter Berggipfeln.") und auch als Bob und Kelly das Fallarchiv erneut durchgehen. Man hat teilweise das Gefühl, dass einzelne Sätze fehlen oder in der Reihenfolge verschoben wurden, so dass die Personen aneinander vorbeireden. Ähnlich merkwürdig ist Justus' Reaktion, als Cotta sagt, Peter fände sich bei der Polizeipsychologin in guten Händen. Darauf reagiert er nämlich so groß, dass man fast glauben muss, sie wäre heimlich auch in die Sache verwickelt. Aber nein, es ist nur eine ungewöhnlich starke Reaktion auf eine sehr geläufige Floskel und (wenn man großzügig sein will) ein roter Hering.
Die mit Abstand besten Szenen sind Peters Entführung am Anfang, die Szene mit der Polizeipsychologin (trotz der oben genannten Schwächen) und Bob und Kelly auf gemeinsamer Mission. Außerdem Erna Fiedler wenn sie sagt "Ach, vergiss doch die blöde Kugel!"
Die Detektivarbeit und das Kombinieren der Hinweise ist auch recht gut gelungen (z.B. "Was sagt es über den Entführer aus, dass er ununterbrochen Zigaretten geraucht hat" etc.)
Das Finale ist leider trotz Einsatz von Waffengewalt wenig spannend. Der lispelnde Sohn ist etwas nervig, der große Bösewicht spielt sehr lang den Unwissenden und wirkt auch danach wenig einschüchternd, und am Ende ist Peter schon längst auf freiem Fuß und wird zuhause angerufen. So fällt sogar die Chance auf eine möglicherweise spannende und emotionale Befreiungsszene weg.
Insgesamt hat die Folge großes Potenzial, was aber einfach nicht richtig genutzt wird. Ob das vor allem an den Kürzungen für das Hörspiel liegt, kann ich nicht sagen, da ich das Buch nicht kenne. Aber in dieser Fassung kann mich die Geschichte trotz der guten Ansätze nicht wirklich packen und überzeugen. Und dabei würde ich die Folge gerne mehr mögen und höher bewerten.
6 von 10 Punkten
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04.02.2026 11:38
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04.02.2026 11:40
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Mangobanane
Juniordetektiv
   
Dabei seit: 15.02.2017
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So wie ich es in Erinnerung habe, hat der Verlag auch Schuld daran, dass die Folge verkorkst ist, weil man damals nicht wollte, dass Folgen aufeinander aufbauen. Kurz darauf war man bei „Poltergeist“ aber wohl doch kompromissbereiter.
Ich kenne das Buch auch nicht, weiß aber, dass man dort mehr von Peters Gefangenschaft mitbekommt. Es wird ja nie so richtig deutlich, worin überhaupt die Rache besteht, denn man bekommt gar nicht mit, was mit Peter während der Entführung passiert. Das dürfte aber auch ganz bewusst so gemacht worden sein, da etwaige Foltergeschichten definitiv zu harter Tobak für DDF wären. Nur leider hängt der Plot dann als Konsequenz ziemlich in der Luft und ergibt rückblickend betrachtet eigentlich gar keinen Sinn.
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04.02.2026 12:07
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HerrSchmeichler
Oberhexe
   
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| Zitat von Mangobanane: | | So wie ich es in Erinnerung habe, hat der Verlag auch Schuld daran, dass die Folge verkorkst ist, weil man damals nicht wollte, dass Folgen aufeinander aufbauen. |
Dieser Umstand ist mir auch bewusst, ändert aber halt nichts am Endergebnis. Natürlich ist es schade, dass der Verlag dagegen war, aber dann muss ich mir als Autor*in die Frage stellen, ob ich die Idee dann nicht lieber ganz verwerfen oder erstmal in der Schublade aufbewahren sollte, bis es vielleicht doch mal möglich ist. So hat man einfach ein unzufriedenstellendes Produkt.
Und das war nun auch nicht das erste Mal, dass ich die Folge höre, ich hatte sie nur bisher noch nicht hier bewertet. Ich wusste, dass es keinen Rückgriff auf einen früheren Fall gibt, und es ist mir beim Hören trotzdem wieder negativ aufgefallen, weil das Hörspiel selbst so darauf rumreitet, dass die Entführung mit einem früheren Fall zusammenhängen muss. Hätte man diesen Umstand ausgelassen und sich einen anderen Grund für Peters Entführung ausgedacht, wäre die Folge insgesamt runder.
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04.02.2026 13:15
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04.02.2026 13:49
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