Auf diese Folge habe ich mich in dieser Staffel am meisten gefreut, da sie wirklich sehr verheißungsvoll klang, Cover mega, cooles Setting, Nebelberg-Vibes... eigentlich schreibt sich eine Geschichte da fast von selbst.
Nach dem Hören bleibe ich aber mit sehr gemischten Gefühlen zurück. Die erste Hälfte finde ich wirklich stark. Nach einem gelungenen Einstiegsdialog leitet die Folge dieses Mal angenehm zügig die Story ein und das Interesse ist sofort geweckt. Anspielungen gibt's auch dieses Mal wieder en massé, mal mehr, mal weniger auffällig. Das ist schon relativ auf einer Ebene mit Erik Albrodt, der Kirschkuchen und "Lesley und Bob", das hat gut gepasst. Die Diskussion über Schauspieler-Crushes hätte ich nicht unbedingt gebraucht, aber ich bin halt auch überhaupt kein Filmfan und mochte schon die "Der Pate"-Dialoge in der 6 nicht - damit kriegt man mich leider gar nicht.
Die Charaktere (Ranger Foxx, Lesley und Bob) werden dann aber gut eingeführt und bekommen gleich ein stimmiges Profil. Yvonne Greitzke gefällt mir natürlich besonders gut - eine klasse Sprecherin, man erkennt zwar, dass sie auch die Stimme von Kira Kolumna ist, aber sie legt Lesley ganz anders an.
Die Dialoge gefallen mir, der Humor sticht und Camryn darf nochmal ihren französischen Akzent rausholen. Es wird mit der Legende der Berghexe eine gute Spannung aufgebaut und natürlich ist klar, dass in der Nacht etwas passieren wird.
In der zweiten Hälfte passiert dann leider das, womit sich auch Martin Hofstetter bei TKKG immer wieder herumplagen muss: Die Tonalität der Geschichte passt nicht mehr. Der Balanceakt zwischen Witz und Ernsthaftigkeit funktioniert nicht. Während Julian und Doreen mit einem Killer konfrontiert werden, halten sie mit ihm ein humorvolles Schwätzchen und er erzählt ihnen bereitwillig den ganzen Plot - warum? Weil halt. Der Angriff der "Berghexe" auf Julian ist keine Sekunde gruselig, sondern eher amüsant - und das ist enttäuschend. Die Geschichte nimmt sich leider in der zweiten Hälfte nicht mehr ernst genug. Entweder ich schreibe einen Thriller oder ich schreibe Comedy.
Natürlich kann man jetzt einwenden, dass die 3 Senioren ihre Fälle immer mit einer Prise Selbstironie lösen. Das Ding ist nur, dass die Dialoge in der Regel so geschrieben werden, dass auch die bösen Charaktere in den entscheidenden finalen Momenten der Konfrontation ihre Glaubwürdigkeit behalten, Paradebeispiel Folge 20. Oder dass der Humoranteil zum Ende hin auch mal etwas zurückgefahren wird, weil es brenzlig wird, wie in der 18. Das funktioniert hier aber nicht. Markus Pfeiffer legt Cliff Rogers leider als ach so böse Lachnummer an, die man nie so richtig für voll nehmen kann, obwohl er ein Mörder ist. Schade. Das hat mir zuletzt zB TKKG 231 kaputtgemacht. Mit Sicherheit kann man Antagonisten auch mal etwas witziger und skurriler anlegen, aber es muss zum Stil der Geschichte passen. Rogers wirkt auf mich eher wie eine Kopie von Iwan der Schreckliche aus TKKG 189, dessen schrecklichstes Verbrechen die Entführung eines Hundes ist. Auch dieses lapidare "Ach, wir können sie doch immer noch umlegen" von Lesley... Als wäre ein Fünffachmord keine große Sache. Wenn das für die Antagonisten aber so wäre, würden sie nicht bereitwillig mit den Senioren plaudern. Ich muss den Charakteren ihre Rollen abnehmen können und das kann ich leider nicht.
Der zweite große Punkt ist, dass in der zweiten Hälfte fast nichts mehr von Belang passiert. Über 80 % der Hintergrundstory wird von Rogers selbst runtergesabbelt, weil Julian und Doreen ihn darum bitten. So bleibt die Kombinationsgabe der 3 Senioren komplett auf der Strecke, weil sie kaum vonnöten ist. Während sie sich anfangs noch mit einem Einbruch bei Ash und der Befragung des Rangers und des Paares selbst bemühen müssen, Ashs Verschwinden aufzuklären, bekommen sie in der Höhle alles, was sie noch nicht wussten, auf dem Silbertablett serviert. Schade. Es geht nur noch darum, die Gefangenen aus der Höhle zu befreien, was sich sehr in die Länge zieht. Der Schauplatz wechselt nicht mehr und der Plot der Berghexe ist frühzeitig auserzählt. Das ist so ein Stilmittel, das mir bereits bei den McClean-Folgen der Fünf Freunde missfällt - nach 35-40 Minuten ist die Geschichte im Prinzip zu Ende, aber weil man heute unbedingt auf 55 Minuten kommen will. geht es in den letzten 15 Minuten nur noch darum, auf die Polizei zu warten und evtl. gefangene Kameraden aus der Not zu befreien. Das catcht mich leider schon lange nicht mehr, weil es nahezu immer extrem gradlinig und überraschungsfrei erzählt wird. Lediglich bei Fünf Freunde 40 hat man es ein Mal geschafft, ein für Serienverhältnisse extrem packendes Finale zu kreieren, in dem der Hörer nicht mehr viel erfährt.
Leider wird die Geschichte dann auch nicht mal richtig zu Ende erzählt. Warum Rogers nicht wirklich entkommen lassen, um dann rauszufinden, was King bezweckt hat? Das erfährt der Hörer leider nicht. Ich finde das schade, auch die Cliffhanger in den Folgen 18 und 20 wurden scheinbar einfach vergessen und das nervt mich langsam ein wenig.
An und für sich unterhält die Folge über die komplette Spielzeit, ja. Deswegen möchte ich sie punktemäßig auch nicht zu sehr abstrafen. Die Senioren werden gut getroffen:
- Julian mit seinen Medikamenten und Sorgen wegen der Keimbelastung in den Bergen sowie die üblichen Sticheleien mit Camryn und die Einbringung von Eleanor de Niccolo ohne direkten Folgenverweis
- Camryn mit dem französischen Akzent, ihrer resoluten Art, ihrer Flirtlaune gegenüber dem Ranger, ihrem Schauspieltalent gegenüber Officer Marx (auch ne schöne Anspielung!) und ihrem Spiel als falsche Berghexe
- Doreen als Ruhepol zwischen Julian und Camryn, die mit guten Einfällen glänzt und somit ohne als große Retterin da zu stehen für das Happy End sorgt
Das gefällt mir alles ausgesprochen gut, wirkt vertraut und funktioniert. Auch das Zusammenspiel von Schütz und Abel ist durchaus köstlich, wenngleich Schütz ab und zu sehr eigenwillige Betonungen setzt, aber das ist mir in früheren Folgen auch immer mal wieder aufgefallen. Ich frage mich, ob die Regie ihr das vorgibt oder ob sie es einfach durchwinkt.
Handlungstechnisch biegt die Folge aber nach Julians Begegnung mit der Berghexe in eine sehr einspurige Fahrrinne ab, aus der sie sich nicht mehr befreit. Schade, es wäre deutlich mehr gegangen. Die guten Ansätze waren auf jeden Fall da. Anfangs hatte ich noch befürchtet, dass Marx' Nebelberg hier vielleicht zu stark kopiert werden könnte, am Ende war ich dagegen enttäuscht, dass es nachher gar nicht mehr in diese Richtung ging. Wo Angst draufsteht, sollte auch Angst drin sein.
Vom Setting, der Idee und den Dialogen her ist die 24 für mich stärker als der Vorgänger. Der Teil, der mir weniger zusagt, nimmt aber am Ende zu viel Raum ein und deshalb sind es für mich letztlich leider nur noch 6 Punkte. Vielleicht hatte ich auch zu hohe Erwartungen. Andererseits hatte ich die bei der 20 auch und wurde nicht enttäuscht.
Schauen wir mal, wie weihnachtlich es in der 25 wird.
Den Titel mag ich nicht so gerne, weil er mich sehr stark an „Berge des Wahnsinns“ erinnert und damit natürlich an Lovecraft. Das Cover finde ich dagegen erstaunlich schön. Die Pranke mit den Krallen wirkt sehr bedrohlich, die Lichtstimmung gefällt mir und der Mond sieht sehr interessant aus. Den Klappentext sehe ich zwiegespalten. Das mit dem ungewollten Videoanruf klingt witzig, aber dass es in die Santa Monica Mountains geht, macht mich skeptisch.
Der Anfang ist ganz gut gelungen. Das mit dem Kirschkuchen von Mama Tilda mag ich persönlich am liebsten. Die Kabbeleien von Camryn und Julian sind unterhaltsam und dass zwei Charaktere Bob und Lesley heißen und verheiratet sind, ist auch witzig. Und dieser Bob wollte als Kind natürlich Detektiv werden und hat dann lieber Zeitungen für seinen Vater ausgetragen! Das sind echt wieder viele tolle Anspielungen!
In der Nacht wird es dann spannend, als die Berghexe Julian erschreckt. Wie Camryn sich beim Telefonat mit dem Officer als dienstälteste Polizistin ausgibt, ist klasse. Dass Lesley etwas mit der Berghexe zu tun hat, ist aber irgendwie ein bisschen vorhersehbar. Danach zieht es sich leider etwas, bis wir wieder bei Camryn und Ranger Foxx sind. Wie die beiden zum GPS-Signal fahren und dort Bob und Lesley abschießen, gefällt mir dann wieder sehr gut.
Wie Camryn die Berghexe gibt, mag ich auch, und damit wird eine schöner Bogen zu dem Angriff auf Julian geschlagen, weil er da ja dachte, dass Camryn ihn verarscht. Dass der Helikopter von der Polizei ist, habe ich nicht kommen sehen. Dass Ash sich bei den drei Senioren bedankt, finde ich auch schön. Aber dass Julian und Camryn ihm direkt wieder alle möglichen Dinge zu erledigen geben, finde ich ein bisschen schade.
Fazit: 7 von 10 Punkten
__________________ Ich möchte bitte in Zukunft mit den Pronomen dey/denen angesprochen werden:
Beispielsätze:
Dey hat das Telefon abgehoben.
Ist das deren Hund?
Ich bin denen erst kürzlich begegnet.
Ich verstehe dey so gut.
Drei Senioren vs. Point Whitmark
Wer diese Hörspiel-Reihe kennt, hat glaub ich nochmal ein bisschen mehr Hörspaß an der Folge. Für mich eigentlich das Highlight, ein wirklich starker Einstieg. Im Laufe der Zeit verschwindet diese Spannung aber, und alles wird mir etwas zu lasch aufgelöst. Alles rund, gute Bögen, aber für mich nicht die stärkste Geschichte. Und Ash sollte sich vielleicht andere Freunde suchen, und andere Arbeitgeber - der arme Kerl
Brauchte leider wieder mehrere Anläufe, dieses Hörspiel zu hören.
Die Idee find ich mega gut! Ash ist wandern und gerät in Schwierigkeiten. Die drei Senioren machen sich auf um ihn zu finden.
Find auch schön, dass er für sie mittlerweile mehr als nur ein Praktikant ist. Mag Ash auch sehr gerne.
In den Bergen selbst wurde es mir dann zu verworren. Einerseits diese Berghexe, andererseits ein gesuchter Verbrecher und irgendwie geriet die Suche nach Ash etwas in den Hintergrund. Weiß nicht, aber ich war dann irgendwann nicht mehr interessiert am zuhören. Schade.
Bonuspunkte gibt es hier auf jeden Fall dafür, dass Ash eine so große Rolle spielt. Ich finde den Typen einfach klasse.
Abzug muss ich auch bei dieser Folge leider einige Punkte geben, denn auch hier konnte ich zwischenzeitlich nicht folgen. Es ist nicht mal unbedingt so, dass die Story mir zu wirr war, ich bin einfach immer wieder abgeschweift. Wieso weiß ich auch nicht.
Ich muss aber auch ehrlich zugeben, dass mir ein wenig der besondere Vibe der ersten Folgen fehlt. Ich kann das nicht mal genau greifen, aber es ist einfach etwas anders in den neueren Folgen. Vielleicht tut auch die Länge der Folgen da ihren Teil. Ich weiß es nicht.
Ganz nette Folge, schön dass Ash schon irgendwie zur "Familie" gehört
Fand
Fand Camryn am Ende als Berghexe lustig
. Dass die Berghexe von Lesley gespielt wurde, ist aber schnell vorhersehbar, auch dass sie und Bob was mit den Verbrechern zu tun haben
Cool auch die Anspielungen auf Unsere kleine Farm und Zurück in die Zukunft da waren Heidi Schaffrath und Lutz Mackensy Synchronsprecher und Tante Mathildas Kirschkuchen
da ich Point Whitmark nicht höre, muss ich mal nachholen
, hat mich die Handlung eher an ein Drei ??? Hörspiel erinnert.
Richtig tolle Folge. Ich fand es cool, dass die Drei nach Ash suchen mussten. War sogar etwas unheimlich so verschollen in den Bergen und dazu noch die Legende der Berghexe.
Den Humor und die Anspielungen mochte ich. Auch, wenn ich fast nichts von den drei ??? kenne, habe ich das mit dem Kirschkuchen natürlich verstanden. Cam war mal wieder in Flirtlaune, fand ich ganz lustig.
Das Ende wurde dann nochmal sehr spannend. Allerdings finde ich, dass die Täter noch etwas gefährlicher hätten rüberkommen sollen. Auch waren mir die Charaktere ein bisschen zu entspannt.
Ash mit zwei Kumpeln in den Bergen, die heißen wie die Stadt; die 3S währenddessen bei einer ihrer üblichen Unterhaltungen, gewürzt mit Sticheleien, Kuchen und Tabletten. Doreen ist außergewöhnlich aufgebracht und Alexis quatscht dazwischen, dann bringt der Hosentaschenanruf die Geschichte in Gang.
Einstieg in die Wohnung, Aufbruch, Ranger Foxx mit Doppel-x, Camryn mit Akzent, Bob und Lesley, die Legende von der Berghexe. Alles sehr schön.
In Texas wollte Camryn mit ihren Kleidern nicht auffallen, aber zum Wandern trägt sie einen Pailettenmantel, wirklich sehr eigensinnig diese Dame.
Mit der Aufteilung der 3Slässt dann leider die Spannung nach, es läuft nur noch so vor sich hin.
Die Stimmung in der Höhle ist einfach seltsam. Ich mag es ja durchaus, wenn Entführungsopfer nicht vor Angst erstarrt sind und stattdessen Sprüche raushauen, aber hier ist das so eine entspannte Plauderstimmung, als wäre alles nur ein Rollenspiel.
Einen Schuh ans Bein labern? Den Ausdruck kannte ich noch nicht.
Showdown und Verfolgung, ein dankbarer Ash.
Mir geht es mit dieser Folge wie vielen Vorschreibern auch: Die erste Hälfte ist wirklich toll geraten, aber irgendwann hängt sie durch. Trotzdem insgesamt gut anzuhören.