Für mich eine solide Folge, die mich an diverse andere erinnert.
Ich mag Schnitzeljagden.
Der Titel der Folge hat sich mir allerdings nicht unmittelbar erschlossen. Ist das der Versuch, den Haupt- und den Nebenfall nebeneinander im Titel zu haben?
Der Anfang - die 5F helfen beim Wohnungsentrümpeln - lässt mich gleich an TKKG - Betrüger Super Sauber denken.
Motivation: wir sparen auf ein Schlauchboot. Meine erste Reaktion war auch "Wozu brauchen die 5F denn ein Schlauchboot? Die haben doch ein Ruder/Segelboot." Aber die Erklärung liefert der Erzähler gleich mit. Passiert im Laufe der Folge noch mehrfach. Einerseits gut, dass es erklärt wird, andererseits hätte man es vielleicht auch anders lösen können, als den Erzähler den Erklärbär geben zu lassen.
(Zufälligerweise sind zwei Gästezimmer vorhanden - von bereits ausgezogenen Kindern; gekidnappte Kinder müssen auf einem Schiff, von dem es sowieso kein Entkommen gibt, angebunden werden, damit sie sich nicht verstecken.)
Königin der Nacht.
Meine Assoziationen: Zauberflöte, Pflanzen, Kunstwerk oder Edelstein.
Als die Koordinaten nach London führen, hatte ich auf ein Kunstmuseum getippt...
Außerdem hatte ich erwartet, dass Quentin ausrastet, dass die 5F einfach mal so ein Auslandstelefonat geführt haben. Die Kosten! Aber da ist die Serie doch mittlerweile halbwegs in der Neuzeit angekommen. Immerhin hat das Telefon schon Tasten und keine Wählscheibe mehr

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Und das London Eye existiert schon, Elisabeth II. ist tot, man redet von EEPROMS.
Auf der anderen Seite suchen die 5F ein öffentliches Telefon (viel Glück!), um bei ihren Gastgebern anzurufen. Die Abwesenheit von Handys etc. macht den Charme der Serie aus, aber langsam wird es dann doch unglaubwürdig. Schwierig...
Quentins Kollege redet von Geocaching. "Solltet ihr auch mal ausprobieren."
-> Letterboxing im Monster im Moor, und so ganz unbeleckt von Koordinaten sind die 5F auch nicht -> afrikanische Statue.
Die komische zeitliche Verortung macht sich dann auch wieder bemerkbar, als nicht etwa ein GPS-Gerät zum Einsatz kommt, um die Koordinaten zu entschlüsseln, sondern eine Karte (aus Papier, schätze ich mal).
Auf welchem Stadtplan kann man denn die Koordinaten ablesen?
Und wie genau Kompass und Schrittezählen sind, sei mal dahingestellt. Wie praktisch, dass die gesuchten Koordinaten ja auch noch anders zu ermittlen sind...
In London gibt es wieder einige Motive, die mich an andere Fälle denken lassen.
Haie in der Themse? Ein Verweis auf die Folge mit dem weißen Hai? Einfach nur Seemannsgarn? Eine Abschreckungsmethode wie beim Seeungeheuer?
Und die Erwähung der Unterwelt hat mich an die vorletzte TKKG-Folge denken lassen. Auch das Motiv, dass dort gefragt wurde, ob es denn eine Straße gäbe, die quer durch die Oper verläuft - auch da ging es ja um unterirdische Tunnel.
Ein ominöses, riesiges Monster mit roten Augen, das mit einem Schiff kollidiert - das riesige Reptil lässt grüßen...
Aufgefallen ist mir, dass Timmy in der Folge eindeutig der MVP ist. Kommt überhaupt irgendein Impuls von den Kindern?
Timmy findet initial den Zettel, führt auf die (falschen) Spuren Telefonnummer und Fähre, entdeckt den Hintereingang zum Kanalsystem, das Boot der Kanalarbeiter, den Beutel in der Kanalisation, startet ein Ablenkungsmanöver, damit die Kinder nicht entdeckt werden und führt sie schlussendlich auch noch auf die Pia.
Jo, Timmy ist oft nützlich und ein Super-Hund, aber man kann's auch übertreiben.
Was die Kinder in London so alles ausgegeben haben - Fährfahrten, zwei Stadtführungen, Gastgeschenk, Fahrräder mieten - da kann von ihrem Entrümplungs-Lohn nicht mehr viel übrig geblieben sein. Und nicht mal Finderlohn gibt's. Schlauchboot ade, würde ich sagen. Aber zumindest gab's drei Tage Action - das ist der schönste Lohn.